Taufkapelle/Bahrhaus

Die beiden Burgen, die einst in Großhaslach standen, verfielen mit der Zeit. Nicht so das Bahrhaus, das im 12. Jh. erbaut wurde und das vielleicht einmal als Schlosskapelle gedient hat.

Auch nach der Reformation ließ die Kirchengemeinde Großhaslach die Kapelle, die direkt neben der Marienkirche steht, nicht verfallen so dass sie erhalten wurde.

Pfarrer Wagner schreibt: „Jedoch war es (das Bahrhaus), als ich im Februar 1981 hier aufzog, in einem traurigen Zustand. An die Westseite war eine primitive Garage angebaut worden, dass Innere war mit Erde, Totengebeinen und Unrat angefüllt, das Dachgebälk in schlechtem Zustand.“

In den 80er Jahren wurde das Bahrhaus unter der Leitung von Pfr. Friedrich Wagner renoviert und wiederhergestellt.

Der Taufstein aus dem 12. Jahrhundert, der lange Zeit in Vergessenheit geraten war, wurde in der Zeit der Renovierung wieder in das Bahrhaus integriert, wo er nun wieder seinem ursprünglichen Zweck entsprechend genutzt wird. Denn heute dient es vornehmlich als Taufkapelle der Kirchengemeinde Großhaslach und als Ort der Stille für Gemeindemitglieder und Pilger auf ihrem Weg.

Quellen: Pfarrer Wagner, Friedrich, Das Bahrheus in Großhaslach, Großhaslach 1982.
Dallhammer, Hermann, Großhaslach 850 Jahre, Chronik eines fränkischen Pfarrdorfes, Neuendettelsau 1994, S. 67 ff.

 

Tageslosung

Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.
Psalm 145,15-16
Sorgt euch nicht um das Leben, was ihr essen sollt, auch nicht um den Leib, was ihr anziehen sollt. Denn das Leben ist mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung. Seht die Raben: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie haben keinen Keller und keine Scheune, und Gott ernährt sie doch. Wie viel mehr seid ihr als die Vögel!
Lukas 12,22-24
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